10 Tipps für weniger Abfall

In diesem Artikel möchte ich dir 10 Tipps zur Abfallvermeidung nahelegen, die du direkt umsetzen kannst.

1. Pack den Jutebeutel ein.

Brauchen Sie eine Tüte? Nein, danke. Es ist zwar ein ganz simpler Trick, aber dennoch sehe ich in den normalen Supermärkten ständig Leute, die sich beim Einkaufen eine Plastiktüte holen. Das Plastik solltest du dir von nun an sparen – und ganz ehrlich, eine Stofftüte sieht doch auch hundertmal schöner aus.

2. Second-Hand

Second-Hand Produkte sind alt, schmuddelig und außer Mode. Diese Vorurteile halten sich wacker. Zu unrecht finden wir. Second-Hand Ware kann sehr stylisch und auch schon wieder modern sein. Überzeuge dich davon doch einfach bei deinem nächsten Einkauf – diesmal im Second-Hand Laden. So kannst du aktiv und kinderleicht Abfall reduzieren. Pack am besten noch ein paar eigene Sachen ein, die du nicht mehr brauchst und schon kanns losgehen.

Tipp: Frage doch mal deine Freunde, ob ihr nicht eine Kleidertausch-Party machen möchtet.

3. Nachfüllen statt Einweg

Mittlerweile gibt es zu fast jedem Einwegprodukt eine nachfüllbare Alternative. Meistens sind wir nur zu faul das in Betracht zu ziehen. Fangt doch mit zwei, drei Produkten an und steigt auf die umweltfreundlichere Variante um. Du musst auch nicht alles händisch nachfüllen, viele Mehrwegprodukte können vom Hersteller für die nachgefüllt werden. Ein guter Einstieg wären zum Beispiel Shampoos, Makeup oder Putzmittel.

4. Reparieren statt Wegschmeißen

Nach dem Global E-waste Monitor produzierten wir Deutschen 19,4 Kilogramm Elektroschrott pro Jahr und Einwohner. Nun wäre es interessant, wie viel hiervon tatsächlich irreparabel beschädigt war. Sicherlich ist ein großer Teil auf kleinere Mängel oder sogar „Schönheitsfehler“ zurückzuführen.
Viele haben beim Thema Reparatur die Einstellung, dass sie das eh nicht hinbekommen. Ich empfehle dir, probiere es einfach mal aus. Man muss keinen Ingenieursabschluss haben um eine Kaffeemaschine zu reparieren. Oder eine Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine…

Es kann sogar durchaus Spaß machen sich auf die Fehlersuche zu begehen und wenn dann das Gerät wieder läuft freut man sich.

Oft sind es Kleinigkeiten, die nicht funktionieren. Bei mir war es letztens einfach ein kaputter Dichtungsring in der Spülmaschine. Leider kommt es vor, dass im Grunde funktionsfähige Geräte wegen solcher Kleinigkeiten weggeschmissen werden. Deshalb freue ich mich, wenn es bei dir auch bald heißt: Das krieg ich repariert!

5. Leitungswasser statt Plastikflasche

Ein durchschnittlicher Erwachsener trinkt täglich so um die 2 Liter Wasser. Auf das Jahr gerechnet wären das also 730 Liter. Geht man von einer 1-Liter-Flasche aus, so werden jährlich also um die 700 Wasserflaschen verwendet. Bei Verwendung von Plastikflaschen entsteht ein ziemlicher Müllberg.

Dabei lässt sich das doch so viel einfacher und nachhaltiger lösen. Nämlich durch Leitungswasser. Leitungswasser zu trinken ist in Deutschland vollkommen unbedenklich und nach der Stiftung Warentest ist Leitungswasser auch noch gesünder. Es enthält mehr Mineralstoffe als Mineralwasser, ja der Name ist wohl nicht ganz klug gewählt…

Leitungswasser zu trinken ist also gesund und bietet enormes Potential Plastikmüll einzusparen. Doch das ist nicht der einzige Punkt. Leitungswasser hat selbst einige Vorteile gegenüber Wasser aus Glasflaschen. Es muss nicht geschleppt werden, ist unschlagbar günstig und es entstehen keine Schadstoffe bedingt durch den Transport der Wasserkisten.

Leitungswasser bietet also enorme Vorteile gegenüber Mineralwasser. Worauf also noch warten?

6. Lunchbox statt Alu

Einfacher kann man fast nicht nachhaltiger sein. Nimm doch einfach die Lunchbox statt der Alufolie. Hiermit kann ein Rohstoff kinderleicht gespart werden, der zuvor quer durch die Welt geschifft wurde, um als Folie im Supermarkt zu landen.

7. Obst und Gemüse ohne Verpackung

Auch bei Obst und Gemüse ist es super einfach auf Abfall und vor allem Plastik zu verzichten. Selbst in den meisten größeren Supermarkt-Ketten kannst du mittlerweile dein Obst und Gemüse unverpackt kaufen. Also warum solltest du beim nächsten Mal nicht zur abfallfreien Variante greifen?

8. Keine zusätzliche Verpackung

Dieser Punkt geht auch ein bisschen mit dem vorherigen einher. Er soll ihn allerdings noch auf diverse andere Anwendungsbeispiele erweitern. In vielen Bereichen werden bereits verpackte Produkte nochmals mit einer vielleicht schöneren oder dekorativeren Verpackung umhüllt. Klar, du kannst den Herstellern vielleicht schlecht vorschreiben, wie sie ihre Produkte verpacken, aber du kannst bewusst darauf achten, solche mit möglichst wenig Verpackungsmüll zu kaufen.

9. Teesieb statt Beutel

Gehen wir von dem Einkauf mal wieder nach Hause. Hier möchtest du vielleicht bei einer leckeren Tasse Tee entspannen. Blöd nur, dass hier jedes mal ein Teebeutel entsorgt werden muss…
Doch das lässt sich relativ einfach umgehen. Hier eignen sich Teesiebe und loser Tee, den du meistens auch in einer größeren Packung kaufen kannst – das spart wiederum Abfall. Probiere es für den Anfang doch einfach mal mit einem kleinen, feinen Küchensieb aus.

10. Keine Kaffeekapseln

Kaffeekapseln bestehen zumeist aus Aluminium und Plastik. Nach einmaliger Verwendung landen sie sofort im Müll. Nach Schätzungen des Bayrischen Rundfunks werden in Deutschland rund 8 Milliarden Kaffeepads verkauft. Das bedeutet, dass hier allein durch Kaffeepads jedes Jahr 8 Millionen Kilo an Aluminium-Abfall entstehen. Und für einen guten Kaffee benötigt es keine Kapseln, das geht auch zum Beispiel mit einer French Press.

Weiterführende Links:
https://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/kaffee-kapseln-pads-umwelt-100.html#:~:text=Rechnet%20man%20aber%20aus%2C%20dass,als%2015%20Kilogramm%20Aluminium-Abfall.

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